Dank Flugradar kostenlos Flüge verfolgen



Mit einem Flugradar ist es heutzutage relativ einfach einen Flug live zu verfolgen. Früher, als das Internet noch nicht so viele Möglichkeiten bot, standen viele Menschen am Rande eines Flughafen und schauten den Flugzeugen beim Abheben und Landen zu. Stunden lang konnte man jene Szenarien verfolgen, dabei passiert eigentlich immer dasselbe. Doch was, wenn kein Flughafen in der Nähe ist und man trotzdem wissen möchte, was im Luftraum vor sich geht?

Dank dem Flugradar kann man eine Flugverfolgung heute bequem online tätigen. Man benötigt nichts weiter, als einen PC, Laptop, Tablet oder Smartphone und schon kann man Flüge verfolgen. Neben Abflug- und Ankunftszeit, gibt es auch andere Angaben, wie z.B. Flughöhe oder Destination bzw. Reiseziel. Es ist kein technisches Wissen notwendig. Das Flugradar kann einfach per Mausklick bedient werden. Jeder kann das, auch Du. 🙂

Kann jeder das Flugradar benutzen?

Definitiv! Es ist wie gesagt kein technisches Wissen notwendig und in der heutigen Zeit liefern Transponder alle nötigen Informationen, mit denen das Radar funktioniert. Sei es aus Neugierde, als Hobby oder wegen der Ungewissheit, ob Bekannte oder Freunde heil am Ziel angekommen sind. Eine Flugverfolgung kann nicht nur ein Zeitvertreib sein, sondern auch Spaß machen, wenn man sich mit der Materie etwas beschäftigt. Globale Einschränkungen gibt es dabei natürlich keine. Das Flugradar funktioniert rund um den Globus und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzt werden.

Wie funktioniert ein Flugradar im Internet?

Die Technologie „Automatic Dependent Surveillance Broadcast“ – kurz ADS-B – wird hier verwendet. Die meisten Flugzeuge haben ADS-B Transponder verbaut, welche seit 2017 in Deutschland übrigens zur Pflicht geworden sind. Im Umkehrschluss kann man also sagen, dass man in Zukunft jeden Flug mit Maschinen ab 2017 Baujahr auf dem Flugradar verfolgen kann und es keine Einschränkungen mehr geben wird. ADS-B Transponder teilen neben Flughöhe oder Flugnummer auch ein aktuelles GPS Signal mit. Somit kann im Notfall die letzte bekannte Position ermittelt werden und Einsatzkräfte können große Flächen schnell ausschließen, falls ein Ernstfall eintreten sollte.

FlugradarDoch das war noch nicht alles. Anders als bei herkömmlichen Radaranlagen, bieten ADS-B Transponder auch ein viel kleineres Delay beim Übertragen der Daten an. So kann das Flugradar Informationen (bis zu) 2 Mal pro Sekunde ermitteln. Für uns bedeutet das auf dem Radar also, dass unsere Daten nahezu „live“ zu sehen sind und man keine großen Verzögerungen zu erwarten hat.

Der wohl größte Nachteil am Flugradar mit ADS-B Transponder ist, dass Flugzeuge ohne Transponder leider nicht angezeigt werden können. Handelt es sich also um ältere Maschinen, kann es durchaus sein, dass ein gewünschter Flug nicht auf dem Flugradar verfolgt werden kann. Dies kommt heutzutage allerdings nicht sehr häufig vor. Eine Flugverfolgung ist somit mit großer Sicherheit möglich.

Ist die Nutzung vom Flugradar kostenlos?

Klar und deutlich: JA! Das Flugradar kostet dich keinen einzigen Cent. Casperflight bietet Dir diesen Service kostenlos an, welchen wir auf unserer Internetseite eingebunden haben. Wir sind ebenso große Fans der Luftfahrt und beobachten täglich den einen oder anderen Flug. Sei es aus Langeweile oder aus reinem Interesse – wir beobachten Flugrouten, weil es uns Spaß macht. 🙂


Die Bedienung ist kinderleicht

Die Bedienung und Steuerung des Flugradars ist wirklich sehr einfach und bedarf kein Know-How. Wähle einfach einen Flughafen oder Standort aus oder finde direkt die passende Flugnummer – schon kann es losgehen. Nach der Eingabe ist der Flug bzw. das Flugzeug direkt auf der Karte sichtbar, sofern es sich in der Luft befindet. Anschließend kann das Flugzeug angeklickt und Informationen, wie z.B. Flugzeug-Modell, Geschwindigkeit oder Flughöhe abgerufen werden. Der Flug kann nun ohne Weiteres live verfolgt werden.

Hinter dem Flugzeug wird auf dem Flugradar nun die zurückgelegte Strecke angezeigt. In kleinen Abständen ist vor dem Flugzeug auch die voraussichtliche Route zu sehen, welche das Flugzeug ansteuern wird. Falls es Dich interessiert, kannst Du auch die Fluggesellschaft bzw. den Luftfahrtkonzern, wie z.B. die Lufthansa oder Air Berlin, herausfinden. Klicke dafür einfach ein Flugzeug an und navigiere auf der linken Seite des Flugradars ein wenig nach unten. Dort findest Du nun verschiedene Menüpunkte, durch die Du dich durchklicken kannst.

Die Geschichte hinter dem Flugradar

Abschließend noch eine kleine Geschichtsstunde, da wir diese Informationen als wichtig empfinden und sie den einen oder anderen Gast garantiert interessieren wird. Wir möchten vorab darauf hinweisen, dass wir für unsere Recherche unser Bestmögliches getan haben. 🙂

Im Prinzip reicht die Entstehung des Radars bis ins Jahr 1886 zurück. Heinrich Hertz konnte damals in einem Experiment mit elektromagnetischen Wellen eine Reflektion von Radiowellen an Gegenständen aus Metall feststellen. Danach blieb es viele Jahre lang ruhig um jene Entdeckung. 1935 konnte Sir Robert Alexander Watson-Watt, ein schottischer Physiker, das erste Mal eine Ortung von Flugzeugen durchführen. Wenn man es so nennen möchte, handelte es sich damals um die Geburt des Flugradars.

Dass die Technik damals nicht soweit vorangetrieben war wie heute, dürfte fast logisch sein. Eine Ortung von maximal 10 bis 13 Kilometern war damals das Maß aller Dinge, für jenen Zeitpunkt allerdings ein großer Fortschritt. Ein paar Jahre später, 1939 um genau zu sein, flog die deutsche Luftwaffe mit Hilfe vom Flugradar einen Abfangeinsatz gegen britische Bomber. Briten als auch Deutsche haben damals schnell herausgefunden, dass Metallstreifen (Düppel) eine perfekte Radartäuschung darstellen.

Nach dem Krieg

Nachdem der Krieg sein Ende fand, wurde es wieder einmal eine Weile still um das Flugradar. Bis ins Jahr 1950 wurde die Technik von den alliierten Streitmächten sogar verboten, da die Gefahr eines Durchbruchs als zu gefährlich angesehen wurde.

Nach 1950 begann die USA mit Studien und experimentierten weiterhin mit der Radartechnik herum. Das Synthetic Aperture Radar wurde geboren und funktionierte anfangs (mehrere Jahre) mit einer analogen Signalverarbeitung. Das wohl größte Problem in der damaligen Zeit war die enorm geringe Rechenleistung. Erst Anfang der 1980er Jahre schaffte man es die Leistung zu erhöhen und durch Analog- bzw. Digitalwandler den Durchbruch des SAR-Prinzips.

Gegenwart

Heutzutage ist die Technik soweit fortgeschritten, dass das Flugradar nicht nur zur Beobachtung von Flugrouten genutzt werden kann, sondern auch als Frühwarnsystem. Wetterfronten oder gar Raketen werden auf dem Radar dargestellt, sodass im Notfall schnell reagiert werden kann. Somit ist eine hohe Sicherheit und Früherkennung gewährleistet. Wir sind gespannt, wie die Forschung das Flugradar in den kommenden Jahren weiter perfektionieren kann.

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1 Gedanke zu “Dank Flugradar kostenlos Flüge verfolgen

  1. Find es richtig genial, dass es solche Möglichkeiten im 21. Jahrhundert gibt. Weiter so und Daumen nach oben, werde hier definitiv öfter vorbeischauen, falls meine Freundin mal wieder ohne mich in den Flieger steigt. 🙂

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